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Geschichte der Burschenschaft Hohenheimia


Am 16. Dezember 1898 wurde die Akademische Verbindung Hohenheimia als öffentliche Verbindung ohne Farben gegründet.
Im Wintersemester 1899/1900 wurden die Verbindungsfarben grün-weiß-rot eingeführt und anfangs nur als Halbcouleur auf Kneipen, in Bier-, Wein- und Sektzipfeln getragen. Zu Beginn des Wintersemesters 1902/03 wurde das Vollcouleur mit Band und Mütze eingeführt und auch an der Akademie getragen. Im gleichen Semester wurde der Birkenhof in Birkach zum offiziellen Verbindungslokal bestimmt, da zu dieser Zeit noch kein eigenes Verbindungshaus vorhanden war.

Der Erste Weltkrieg erzwang für uns eine Unterbrechung im Verbindungsleben, da fast alle studierenden Bundesbrüder Kriegsteilnehmer waren.
Im Wintersemester 1918/19 wurde der Couleurbetrieb durch wenige Aktive und Inaktive, unterstützt durch einige Alte Herren, wieder aufgenommen.

Im Jahre 1920 trat die Hohenheimia der Deutschen Wehrschaft, einem Zusammenschluss von Verbindungen aus ganz Deutschland, als Gründungsmitglied bei.
Wegen einer zunehmend politisch extremen Entwicklung im Verband folgte 1929 der Austritt. 1933 trat die Hohenheimia der Deutschen Turnerschaft bei.

Im Zuge der Gleichschaltung durch den Nationalsozialismus wurden 1935 alle Korporationen aufgelöst. An deren Stelle wurde in Hohenheim unter anderen die Kameradschaft Florian Geyer gebildet, in der sich neben der Hohenheimia auch die Hohenheimer Verbindungen Agronomia und das Corps Germania zusammenfanden.

Im Laufe des Sommersemesters 1948 wurde die Hohenheimia als Akademische Verbindung wieder gegründet. 1953 kauften wir unser heutiges Verbindungshaus.

1955 begann mit dem Eintritt in die Deutsche Burschenschaft ein über fünfzigjähriger Abschnitt in der Geschichte der Hohenheimia. Durch die Zugehörigkeit zu diesem der größten und ältesten Dachverbände studentischer Verbindungen erlebten unsere Bundesbrüder einen intensiveren Kontakt mit gesellschaftspolitischen und -geschichtlichen Themen. 1983/84 hatten wir den Vorsitz der Deutschen Burschenschaft. Durch die große korporative Vielfalt im Verband kam es zu deutschlandweitem und zu internationalem Austausch mit anderen Burschenschaften. In dieser Zeit entstand unser Freundschaftsverhältnis mit der Münchener Burschenschaft Alemannia, welches nun schon seit über 35 Jahren besteht. 2009 beschlossen wir den Austritt aus der Deutschen Burschenschaft. Zu groß waren die Unstimmigkeiten mit verbandsinternen Entwicklungen geworden.

Heute besteht unsere Verbindung schon seit 111 Jahren, in der die Mitglieder, wie man aus der Geschichte der Universität Hohenheim ersehen kann, ursprünglich zum größten Teil Agrarwissenschaftler waren. Heute sind in unserer Verbindung fast alle technischen, natur- und wirtschaftswissenschaftlichen Fachrichtungen vertreten.